Zugänge zu einer neuen Shopping-Welt

11. September 2014 Mehr

 

Über 330 Shops bieten in der Shopping City Süd (SCS) auf einer Verkaufsfläche von knapp 200.000 Quadratmetern nahezu unbegrenztes Einkaufsvergnügen. Bereits 1975 wurde das Stammhaus erbaut und 1987 um einen weiteren Bau, ein Parkdeck und ein Bürocenter ergänzt. Seither hat sich das Shoppingareal auf dem etwa 2 km langen und 300 Meter breiten Grundstück immer mehr ausgebreitet. Von Anfang an wenig homogen, wurde das Gebäudevolumen so immer unübersichtlicher. Seit 2007 ist die französische Immobilienfirma Unibail-Rodamco Eigentümer der SCS. Mit dem Besitzerwechsel erfolgte sogleich der Startschuss für ein umfassendes Refurbishment, das seit 2010 sukzessive umgesetzt wurde.

Mit der architektonischen Neugestaltung und Sanierung der Mall, der haustechnischen Sanierung aller Shopflächen sowie der Erneuerung des Außenauftrittes inklusive Fassade und Außenanlagen wurden ATP architekten ingenieure (Wien) betraut. Das Facelift geschah in zwei Etappen. Mit der Eröffnung der neu gestalteten „Garden Plaza“ im Oktober 2012 war die erste abgeschlossen. Im Februar 2013 begann man mit der Erneuerung der Außenanlagen, Fassaden und Eingänge. Die Fertigstellung wurde schließlich Ende November 2013 gefeiert. Für die Koordination vor Ort und einen reibungslosen Ablauf während der gesamten Bauphase zeichnete die Welser Unternehmensgruppe DELTA verantwortlich.

Damit alle Geschäfte während des gesamten Umbaus weiterhin zugänglich waren, ging ein Großteil der Arbeiten in der Mall nachts über die Bühne. Von 20 bis 6 Uhr verwandelte sich die SCS in eine belebte Großbaustelle. Von 6 Uhr bis 8:30 sorgte anschließend jeden Morgen ein Putztrupp für ein unberührtes Erscheinungsbild. Untertags erfolgten die gebäudetechnische Sanierung, die Deckengestaltung und die Dachsanierung.
Damit – wie oft bei großen Projekten üblich – kein Bauabschnitt geschlossen werden musste, entwickelte DELTA gemeinsam mit Auftraggeber, Planer und Center Manager eine maßgeschneiderte Lösung: Für den Umbau untertags wurde ein 2,5 Meter hohes Plateau errichtet, unter dem der Einkaufsbummel ungehindert fortgeführt werden konnte.
Eine besondere Herausforderung stellten wegen des laufenden Betriebs auch die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Baustelle dar. Die in kurzen Abständen montierten Brandmelder mussten so etwa auf unerwünschten Kabelbrand, nicht aber auf die gewünschte Hitzeentwicklung bei Schweißarbeiten reagieren, um nur eine der vielen Anforderungen zu nennen.
Gleichzeitig wurden das gesamte Sicherheitskonzept des Centers überarbeitet, neue Brandmelder installiert und die komplette technische Gebäudeausrüstung erneuert. Große Oberlichten, die helle Deckengestaltung, der edle Bodenbelag und neue Freiräume in der Mall sorgen nun für eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität.

Außenanlagen und Eingänge
Heute präsentiert sich die SCS mit einem homogenen Gesamtauftritt. Eingänge und Shopportale entfalten ihre Sogwirkung und leiten Kunden über helle großzügig gestaltete Malls bis auf die Verkaufsfläche. Die deutlich übersichtlichere Kundenführung beginnt bereits bei der Zufahrts- und Parksituation:

Funktional begrenzt wird das Haupthaus im Norden durch den SCS-Park und im Süden durch das Multiplex-Gebäude. Dazwischen befindet sich ein IKEA-Kaufhaus, ein Parkhaus sowie das Hauptgebäude mit einer Gesamtlänge von über 600 Metern. Zwischen der Autobahn A2 im Osten sowie der Bundesstraße B17 im Westen bzw. der Autobahn A21 im Norden gelegen wird die Einkaufsdestination vorwiegend per PKW angesteuert. Mehr als 10.000 Stellplätze stehen hier zur Verfügung.

Das neue Verkehrskonzept ermöglicht nun dank einer übersichtlicheren Verkehrsführung, sicherer Fußgängerwege, Teilbegrünung und Außensitzbereichen ein entspannteres Ankommen. Die gesamte Parkfläche ist in einzelne farbcodierte Sektoren unterteilt. Beleuchtete Stellplatzanzeigen sollen außerdem das Auffinden freier Parkplätze erleichtern. Um das gesamte Gebäude verläuft ein Gehweg in dunkelgrauen Pflastersteinen. Weiße Pflastersteine vor den Eingängen unterstützen die Orientierung und leiten zum weißen Marmor in der Mall über. Durch die Begradigung von Ecken, Vor- und Rücksprünge und durch die homogene Gestaltung mit horizontal laufenden Stahlpaneelen in zwei ähnlichen Brauntönen wird das Gebäude optisch zusammengefasst und als Gesamtstruktur erkennbar. Deutlich heben sich nun die einzelnen Eingänge ab. Nurglaswürfel mit einer Seitenlänge von je zehn Metern sind als „Plug on“-Elemente konstruiert, die autark vom bestehenden Gebäude vor den weiß umrandeten Eingängen aufgestellt, die Funktion des Windfangs wie auch des Blickfangs erfüllen.

Die Mall selbst ist in drei unterschiedlich gestaltete „Citys“ unterteilt, die bereits von außen erkennbar sind. Grünflächen mit Hochbordsteinen, Bäume und Lärchenholzflächen definieren die Eingänge zur „Garden-City“, die im Inneren durch zwölf Meter hohe Bäume überrascht. Holzflächen und Wasserbecken kennzeichnen dagegen die Eingänge zur „Water-City“, wo ein fünf Meter hoher Indoor-Wasserfall für ein futuristisches, organisches Design sorgt. Als „Light-City“ wurde schließlich das Entertainmentcenter mit dem Multiplexkino durch LED-beleuchtete Eingänge in RGB-Technologie in Szene gesetzt.

Short Facts:
Die Shopping City Süd, das größte Einkaufszentrum Österreichs, liegt im Süden von Wien direkt an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Mitteleuropas. Mit 192.500 m2 Verkaufsfläche allein im Haupthaus, mehr als 330 Shops und zahlreichen Gastronomiebetrieben, 4.500 Mitarbeitern und 22,3 Millionen Besuchern pro Jahr zählt die SCS heute zu den größten Shoppingcentern Europas. www.scs.at

Die französische Immobilienfirma Unibail-Rodamco wurde 1968 gegründet und ist Europas führendes börsennotiertes Immobilienunternehmen mit einem Portfolio von 30,5 Mrd. € per 30. Juni 2013. Das Unternehmen führt 82 Shopping Center in zwölf Ländern Europas. Mit den Einkaufszentren Shopping City Süd und Donau Zentrum ist Unibail-Rodamco einer der Marktführer in Österreich.

www.unibail-rodamco.com

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Kategorie: News

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